Balken und Splitter

Tragendes und Beladenes, Witziges und Spitzes; bohrende Gedanken zur Lehre eines Zimmermanns
 
 

Brückenbau mit Abrissbirne

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln, wenn man die eine oder andere Predigt eines deutschen Bischofs liest. So ging es mir heute Morgen bei der Lektüre der gestrigen Predigt des Regensburger Bischofs Voderholzer, mit der er auf jeder Pegida-Demo tosenden Applaus geerntet hätte. So dürfe man nicht allen, "die sich Sorgen um unsere abendländische-christliche Kultur machten, von vorneherein alle möglichen pathologischen Phobien unterstellen".

Und wer bereitet den christichen Abendländern Sorgen? Na klar, der Islam!

„Der Islam nun freilich, so viel Realismus müssen wir aufbringen, ist eine postchristliche Erscheinung, die mit dem Anspruch auftritt, die Kerngehalte des Christentums zu negieren: Den Glauben an den  dreifaltigen Gott, die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk am Kreuz. Nur wer seinen eigenen Glauben entweder nicht kennt oder nicht ernst nimmt, kann hier eine weit reichende Integration des Islam als Islam für möglich halten.“

Wie gefährlich derartige Ansprachen von der Bischofskanzel sind, lässt sich leicht veranschaulichen. Dazu bedarf es nur eines winzigen Eingriffs in das Vokabular. Ersetzt man "postchristlich" durch "nichtchristlich" und "Islam" durch "Judentum" erhält man ebenfalls eine inhaltlich korrekte Aussage. Der juristische Unterschied einer solchen Rede wäre vermutlich eine Anklage wegen Volksverhetzung, die dem Bischof so vermutlich erspart bleibt.

"Der Bischof ist Pontifex, Brückenbauer, nicht Murifex, Mauerbauer. Und wir bezeugen vor der ganzen Welt den Glauben an Jesus Christus, bieten die Brücke an, laden ein, die Brücke zu betreten, die der allmächtige Gott selbst in Jesus Christus zur Welt geschlagen hat."

Man zeige mir den Moslem, der sich auf eine derart gebaute Brücke begibt, anstatt sich hinter seine Mauer zu verkriechen! Brückenbau mit Abrissbirne...

30.1.17 14:03, kommentieren

Autoritäre Päpste im Vergleich

Ja, ich wiederhole mich, aber es ist schon erstaunlich, was da im rechtskatholischen Lager gerade abgeht. Der absolutistische Alleinherrscher Franziskus hört einfach nicht auf seine Beratergremien, auch nicht auf die Glaubenskongregation, und trifft eigenmächtige Entscheidungen. Ein Vorwurf, den man vor 2013 vielleicht von "Wir sind Kirche", in Theologenmemoranden oder aus Pfarrerinitiativen hätte vernehmen können, aber doch nicht aus rom- und papsttreuen den Adel und die Monarchie verherrlichenden rechtskatholischen Kreisen?!
 
Man traut seinen Ohren und Augen kaum. Synodalität wird eingefordert, der vor 2013 verteufelte Begriff des "Dialoges" bemüht. Franziskus hat wahre Wunder bewirkt! Jaaaa, ihr habt ja so Recht! Endlich sind die Lager innerhalb des Katholizismus auf einer Linie. Nun muss man rechts der katholischen Mitte nur noch begreifen, dass Franziskus genau das gemacht hat! Er hat eine Synode einberufen und nicht nur die üblichen Hardliner aus dem Vatikan an der Entscheidungsfindung beteiligt, sondern die Weltkirche. Und schwubs, endlich geht mal was. Halleluja!
 
Nun können rechte und linke Katholiken endlich zusammenarbeiten und alle willkürlich-autoritären Entscheidungen von Päpsten, die gegen jede Vernunft und gegen das Zeugnis der Bibel durchgesetzt wurden, kritisieren. Der Ausschluss von Frauen vom Weiheamt fiele mir da natürlich zuallererst ein.
 
Wenn man aktuell rumjammert, Franziskus habe die Einwände der Glaubenskongregation bezüglich Amoris laetitia ignoriert, dann muss man auch Ordinatio sacerdotalis kritisieren. Hier geht es nämlich um eine definitive Lehrentscheidung, die ebenfalls fatale Auswirkungen auf ein Sakrament hat. Alle Frauen werden damit automatisch ausgeschlossen, entgegen dem neutestamentlichen Zeugnis! Das hatte die Päpstliche Bibelkommission schon 1976 beanstandet, Johannes Paul II ging jedoch über diese Erkenntnisse der führenden katholischen Theologen hinweg und definierte diese Lehre endgültig. Während Franziskus synodal für eine Öffnung der Sakramente auch für gescheiterte Menschen kämpft, schloss Johannes Paul II autoritär einen Großteil der Katholiken aus dem Weihesakrament aus.

1 Kommentar 11.1.17 17:22, kommentieren

Der Konjunktiv-Zauber

Das papstkritischen Nachrichtenportal kath.net hat die nächste Entwicklungsstufe erreicht. Jetzt wird nicht mehr nur papstkritisch berichtet und kommentiert, nun wird nach der Art von Boulevarblättchen auch die Gerüchteküche bedient. Der Konjunktiv-Zauber Gandalfs neue Waffe gegen den Weißen in Rom?
 
Gestern noch brach sich Pety Winnemöller fast das Rückgrat bei seinem Stunt, die Papsttreue der ehemals Papsttreuen noch irgendwie zu verkaufen, und heute schon fällt Roland "Gandalf" Noe ihm mit seiner "Hofberichterstattung" in den Rücken. Wo soll das nur enden??

3.1.17 18:26, kommentieren

Von windigen Verkündern

Selten ist mir eine abstoßendere Verkehrung des Evangeliums begegnet als in einem Pamphlet von Professor Hubert Windisch, veröffentlicht auf dem papstkritischen Portal kath.net.

"Viele Äußerungen von Bischöfen oder Kirchenfunktionären unterscheiden sich nicht wesentlich von politischen Stellungnahmen. Im Gegenteil, manchmal erscheinen sie wie religiös verbrämte Verlautbarungen von Regierungssprechern, die eine unrealistische Fernstenliebe propagieren und dabei das konkrete Leben ihrer Schäflein vor Ort übersehen. Viele der letzten Weihnachtsansprachen atmen diesen Geist. Immer mehr Menschen wenden sich ungläubig kopfschüttelnd von den Kirchen ab, wenn der politischen Bevormundung draußen im Land im Kirchenraum, bei der Predigt zumal, die klerikal-moralisierende Bevormundung folgt. Die Verkündigung der Kirche ist erschütternd horizontal und flach geworden."

Der Begriff der Fernstenliebe soll wohl der christlichen Nächstenliebe gegenüber gestellt werden. Nächstenliebe richte sich an die "Schäflein vor Ort" nicht an die Wölfe von außerhalb, so kann man den windischen Gedanken wohl zu Ende denken. Was für eine Pervertierung des Evangeliums. Man fragt sich, wer einen solchen Kerl ausgebildet und in hohe Ämter eingesetzt hat?

Gottlob ist die kirchliche Verkündigung seit Franziskus "horizontal und flach" geworden, damit liegt sie nämlich wieder auf der Linie Gottes, der sich selbst klein macht, zum Menschen wird und ihnen auf der horizontalen und flachen Ebene begegnet, zuerst den Fremden und Ausgestoßenen und Kranken. Und da macht er so manche erstaunliche Erfahrungen, die dem Professor in seinem theologischen Elfenbeinturm vielleicht vorenthalten wurden?! Da ist es der Fremde Samariter, der sich als einziger von zehn Geheilten dankbar zeigt, so dass Jesus auch einen Samariter zum Helden eines Gleichnisses macht, in dem der Fremde einem Überfallenen hilft, während die religiöse Elite vorbeizieht.

Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Die beiden Schäfchen oder der Fernste?

Die Nächsten kommen bei Jesus eigentlich gar nicht so gut weg. So kanzelt er seine Familie ab und betont, dass die Menschen, die ihm folgen, seine Familie sind. "Wer ist meine Mutter und wer ist mein Bruder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder."

Jesus fordert nicht nur die Fernstenliebe, er fordert sogar die Feindesliebe, Windischs weichgespültes Wohstandschristentum braucht kein Mensch.

1.1.17 13:04, kommentieren

Weihnachten ohne Lichtershow

Papst Franziskus steht zur Zeit ganz schön unter Beschuss. Die Kirche zeigt sich darin mal wieder von einer unschönen Seite. Intrigen, Skandale, Lügen, nichts lassen hohe Würdenträger und ihr traditionalistisches Klientel aus, um dem Papst zu schaden. Auch dem papsttreuen kath.net fällt es immer schwerer, nicht auf die Linie der Konkurrenz von gloria.tv oder katholisches.info abzugleiten. Doch so kritisch ich kath.net auch sehe, eines muss man dem Portal zugutehalten: Es lässt den Papst immer wieder authentisch zu Wort kommen.

Das allerdings ist dann auch durchaus demaskierend, wenn man die Seite einmal mit Verstand quer liest. Die Zerissenheit der Tradis wird dann nämlich mit Händen greifbar, weil Franziskus Predigt diamentral zur kath.net-Linie steht.

Dies fiel mir gerade heute Morgen wieder auf, als ich die päpstliche Predigt bei der Christmette und anschließend das Interview mit Johannes Hartl auf kath.net las. Bei einem Portal, das sich deutlich gegen jedweden "postfaktischen Journalismus" stellt, verwundern manipulative und von Vorurteilen geprägte Fragestellungen doch sehr.

"kath.net: Im deutschsprachigen Raum hat man das Gefühl, dass nicht wenige Kirchenvertreter wie beispielsweise Bischöfe öffentlich oft vor allem mit politisch-korrekten Aussagen auftreten. Ein deutscher Kardinal wird bei einer Google-Abfrage hauptsächlich in Zusammenhang mit der AFD oder mit Flüchtlingen gefunden, fast nie in Zusammenhang mit Jesus. Gläubige Katholiken sind darüber alles andere als glücklich. Wie schätzt Du diese Situation ein, dass die Kirche bei der Jesus-Botschaft so stumm geworden ist?"

Deutschsprachige Bischöfe sprechen also politisch korrekt, was mit einer evangeliumskonformen Verkündigung nicht einhergehen kann. Man äußert sich lieber politisch als christlich. Und anstatt diesem Schwachsinn zu widersprechen, nimmt Starprediger Johannes Hartl die Vorlage dankbar auf:

"Hartl: Man kann sich jetzt natürlich endlos über manche Kirchenleute ärgern. Doch fruchtbarer finde ich es, selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen. Fakt ist selbstverständlich: wir reden von allem möglichen, aber viel zu wenig von Jesus. Wir brauchen zeugnishafte, bekennende Rede von Gott. Natürlich wünsche ich mir diese viel mehr von den Bischöfen und Pfarrern. Doch auch im Alltag ergeben sich so viele Gelegenheiten, in denen man unverkrampft und bekenntnisfroh davon berichten kann, was einem Jesus bedeutet. Das Evangelium hat nichts an seiner Kraft verloren. Es breitet sich überall dort aus, wo es mutig bekannt wird. Und zum Glück gibt es gute Initiativen wie YOUCAT, Alphakurse, Wege erwachsenen Glaubens oder Radio Horeb (um nur wenige zu nennen), in denen die Verkündigung wieder ganz in den Mittelpunkt gestellt wird."

Also: Nicht über Bischöfe ärgern, die sich weigern, das Evangelium zu verkünden, aufstehen und selber verkündigen! Eine perfekte Überleitung zum eigentlichen Ziel des Interviews, Werbung für Hartls MEHR-Konferenz zu betreiben, dem Kontrastprogramm zu der lauen deutschsprachigen Verkündigung der Bischöfe... Hier kommt Jesus endlich einmal zu Wort, Hartl sei Dank!

"Hartl: Wir haben tatsächlich schon wieder fast doppelt so viele Anmeldungen wie das letzte Mal. Und eine solche Verdoppelung haben wir die letzten Jahre schon öfter erlebt, seit wir einmal mit 130 Teilnehmern gestartet haben. Also: ich bin mir nicht sicher, wie lange es noch Resttickets gibt, doch unter mehr.gebetshaus.org bekommt man zumindest aktuell noch Tickets. Der Sinn der MEHR ist ganz einfach: gemeinsam zu erleben, wie faszinierend Jesus ist. Diese Faszination verändert alles. Tausende Menschen, denen es um Jesus geht, in einer Atmosphäre von Tag-und-Nacht-Gebet, das seit über 5 Jahren nicht abreißt: das ist einfach was ganz Einzigartiges."

Für läppische 140 Euro kann man dann auch eine ganz andere Show erleben als in einer kirchensteuerfinanzierten Bischofsmesse. So etwa Ben Fitzgerald, der von göttlichen Visionen beauftragt einen "Kreuzzug" in Europa startet, um den Europäern Jesus, den sie  zu 98% nicht kennen, näher zu bringen. Bei Walter Heidenreich kann man dann "geistliche Kampfschulung" trainieren. Es ist also Aktion angesagt, im Gebetshaus zu Augsburg, wie soll da ein deutschsprachiger Bischof auch mithalten können? Mit AfD-Kritik und Engagement für Flüchtlinge sicherlich nicht, da sind sich kath.net und Johannes Hartl offenbar sicher.

Lassen wir die politisch korrekten deutschen Oberhirten also einmal beiseite und lauschen wir dem Wort des Papstes in der gestrigen Christmette, gibt er sich doch auch alle Mühe, den wahren Kern des Christentums herauszustellen. Allerdings kommt er ohne Begriffe wie Kreuzzug und Kampfschulung aus, das sei schon vorausgeschickt, damit die Enttäuschung nicht zu groß wird.

"Wenn wir das wahre Weihnachten feiern wollen, lasst uns dieses Zeichen betrachten: die zerbrechliche Einfachheit eines kleinen Neugeborenen; die Sanftheit, mit der er daliegt; die zarte Liebe, welche die Windeln ausdrücken, die ihn umhüllen. Dort ist Gott."

Zerbrechlich, Einfachheit, klein, Sanftheit, zart, Liebe... Ob sich mit diesem etwas verweichlichten und femininen Vokabular etwas reißen lässt?

"Mit diesem Zeichen offenbart uns das Evangelium ein Paradox: Es spricht vom Kaiser, vom Statthalter, von den Großen jener Zeit, aber dort taucht Gott nicht auf; er erscheint nicht im Nobelsaal eines königlichen Palastes, sondern in der Armut eines Stalls; nicht im Prunk der äußeren Erscheinung, sondern in der Einfachheit des Lebens; nicht in der Macht, sondern in einer Kleinheit, die überrascht. Und um ihm zu begegnen, muss man dorthin gehen, wo er ist: Man muss sich niederbeugen, sich erniedrigen, klein werden."

Bedeutet dies etwa, Jesus nicht auf einer prunkvollen Bühne mit effektvoller Lichtshow zu suchen, sondern im Angesicht der Armen, der Hungernden, der Vertriebenen? Franziskus scheint das so zu meinen:

"Lassen wir uns anfragen vom Kind in der Krippe, aber lassen wir uns auch anfragen von den Kindern, die heute nicht in einer Wiege liegen und von der Liebe einer Mutter und eines Vaters umhegt sind, sondern in den elenden „Futterkrippen der Würde“: im unterirdischen Bunker, um den Bombardierungen zu entkommen; auf dem Bürgersteig einer großen Stadt, auf dem Boden eines mit Migranten überladenen Schleppkahns. Lassen wir uns anfragen von den Kindern, die man nicht zur Welt kommen lässt; von denen, die weinen, weil niemand ihren Hunger stillt; von denen, die nicht Spielzeug, sondern Waffen in den Händen halten."

Auch der Papst ein politisch Korrekter, der die Jesus-Botschaft verschweigt? Wohl kaum. Jesus begenet nach Franziskus gerade im Angesicht eines armen Menschen, weil er selber in die Armut geboren wurde und sich zuerst den Armen angenähert hat. Dort unten ist Jesus zu finden, nicht da oben auf der Showbühne.

Und deshalb bin ich froh, dass ich einen Bischof habe, der dies immer wieder predigt. Fremdenfeindlichkeit, Hass gegenüber Flüchtlingen und Christentum sind unvereinbar. Es ist eine wichtige Botschaft, eine Botschaft des Evangeliums. Wer das nicht erkennt, hat trotz lichtdurchfluteter Hallen nichts verstanden.

25.12.16 08:00, kommentieren

Kirchenpolitik und göttliche Offenbarung

Es ist schon eine wirkliche Farce, was sich da gerade um das Apostolische Schreiben "Amoris laeitia" herum abspielt. Nun hört man heute zum ersten Mal die gewichtige Stimme Kardinal Müllers, dem Präfekten der Glaubenskongragtion, zu dem Thema.

In Bezug auf die Streitfrage um die Zulassung wiederverheiratet Geschiedener meint Müller: "Wir können sicher davon ausgehen, dass der gerechte und barmherzige Gott immer unser Heil will, in welcher Not wir uns auch befinden. Es steht aber nicht in der Macht des Lehramtes, die Offenbarung Gottes zu korrigieren oder die Nachfolge Christi bequem zu machen."

Das finde ich eine ganz sinnvolle und schlüssige Aussage! Ich wundere mich allerdings, dass die Wogen gerade im Zusammenhang mit "Amoris laetitia" so hoch schlagen, denn es ist doch ganz offensichtlich in der Offenbarung Gottes grundgelegt, dass er ein zutiefst barmherziger ist. Er selbst gibt sich in die Welt hinein, um gerade den Sündern, den Armen und Ausgestoßenen nahe zu sein. An dieses Programm hält sich auch Franziskus, der wie Jesus zu diesen Menschen geht und ihnen nicht ihre Verfehlungen vor den Schädel knallt, sondern eine helfende und heilende Hand ausstreckt. "Ich verurteile dich nicht!" Das ist die Stimme Gottes gegenüber der Ehebrecherin. "Ich bin bei dir!"

Den Papst nun in seinem jesuanischen Tun zu kritisieren, ist schon ein starkes Stück. Als Johannes Paul II 1994 die Unmöglichkeit der Kirche, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, definitiv entschied und autoritär jede weitere Diskussion untersagte, hörte man aus den Reihen dieser Kritiker keinen Widerspruch. Und das, obwohl die Päpstliche Bibelkommission schon 1976 feststellte, dass es im Neuen Testament keine klaren Hinweise gibt, die ein solches Verbot rechtfertigten. Ohne eindeutigen konkreten Anschluss an die Offenbarung wurde eine definitive Lehrentscheidung getroffen, mit der deutlichen Forderung, jede weitere Diskussion dieser Frage einzustellen. Aus den Reihen der heutigen Kritiker gab es damals nur Zustimmung, sie spürten keine Sorge um die Lehre, keine Verwirrung der Gläubigen, die es damals wie heute natürlich gibt, weshalb Franziskus zum Glück das frühchristliche Diakonissenamt wieder in den Blick rückt.

1 Kommentar 1.12.16 16:49, kommentieren

Gandalfs Kampf gegen die Verwirrnis

Der weiße Zauberer Gandalf hat sich die Eskapaden des weißen Mannes in Rom nun lange genug angeschaut. Eine Kröte nach der anderen hatte er schlucken müssen, um weiter den Anschein des Papsttreuen zu mimen. Doch seit einigen Tagen scheint Schluss damit zu sein. Die Geschichte um vier alte und weise Kardinäle und eine ausbleibende Antwort brachte das Fass zum Überlaufen. Der Weiße reitet jetzt wieder gegen Rom, viele seiner strammen Kämpfer an seiner Seite.
 
Das Lehramt des Papstes, wie es sich im nachsynodalen Schreiben "Amoris laetitia" darstellt, weicht erheblich vom Gandalfschen Lehramt ab. In einer Flut von Beiträgen wird nun gegen Franziskus geschossen, um ihn wieder zur Vernunft zu bringen, damit er wieder auf Gandalfs Linie einzuschwenkt.

Am 23.11. blies Gandalf in einem persönlichen Kommentar offiziell zum Angriff:

"Die 4 Kardinäle hatten jedes Recht, das öffentlich zu machen..
Wer wenn nicht die Kardinäle... Und zur Erinnerung: Papst Franziskus hatte 2 Monate nicht geantwortet und die Fragen ignoriert. Und ich weiß, dass die 4 nicht die einzigen sind, die hier Anfragen haben. Auch andere Kardinäle aus dem Vatikan haben die selben Fragen und namhafte Kardinäle aus anderen Ländern. Diese Verwirrnis rund um AL kann man nicht mehr unterdrücken, ob einem das nun gefällt oder nicht. Ich war am Anfang optimistisch, dass es nicht so kommen wird, aber inzwischen sind doch viel gute Katholiken, die ich schätze, der Meinung, dass AL leider nicht besonders fruchtbar für unsere Kirche sein wird. Leider."

Und Gandalfs Gefolge hatte verstanden, die Kommentarschlacht war eröffnet:


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30.11.16 15:25, kommentieren