Balken und Splitter

Tragendes und Beladenes, Witziges und Spitzes; bohrende Gedanken zur Lehre eines Zimmermanns
 
 

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Glaube die Wahrheit und geh

Papst Franziskus hat mit den Piusbrüdern gesprochen. Und die sind nun völlig verstört, weil sie Franziskus Haltung als paradox empfinden.

 „Das Wort ,paradox‘ ist hier angebracht, paradox im Sinne eines Willens, zu so etwas wie einem ,3. Vatikanum‘ voranzukommen, im schlimmsten Sinne, den man diesem Wort nur geben kann, und andererseits in dem Willen, der Priesterbruderschaft zu sagen: ,Ihr seid willkommen‘. Das ist nun wirklich ein Paradox, fast schon der Wille, die Gegensätze zu vereinigen.“

Spannend ist die Art und Weise, wie die Brüder dieses Geschehen nun metaphysisch deuten, spricht ihr Generaloberer doch in diesem Kontext von "göttlicher Vorsehung", die dem Papst den Willen, die Gemeinschaft überleben zu lassen, eingepflanzt habe. Ein spannender Gedanke...

Ließe ich mich einmal auf eine solche Vorstellung ein, dass Gott uns mit bestimmten historischen Ereignissen etwas sagen will, uns beauftragt diese heilsgeschichtlich auszulegen - immerhin eine Methode, die auch in der Bibel vorkommt, etwa bei Paulus, wenn er darüber sinniert, weshalb die Juden Christus überwiegend ablehnten - käme ich auf die Idee, dass die Piusbruderschaft ein Stachel im Fleisch der Kirche ist. Sie führt uns vor Augen, wie eine Kirche aussieht, die Glaubenswahrheiten zu absoluten Wahrheiten macht. Eine Gefahr, der die katholische Kirche immer ausgesetzt ist, außerhalb der Kirche kein Heil.

Mit dieser Haltung muss Franziskus geradezu als Paradoxon verstanden werden, denn er ist kein Dogmatiker, sondern Seelsorger in der Welt. Und in der Welt bewegt er sich vor allem an den Rändern, da, wo eben auch die Piusbrüder sind, die sich selbst allerdings für den unveränderlichen Kern des Katholischen halten. Ein Paradoxon, tatsächlich.

Wie sehr jedoch die Gefahr der totalen Selbstüberhöhung auch im Zentrum der Kirche besteht, zeigt Kardinal Dolan, der sich kritisch zu den Erwartungen an das anstehende Lehrschreiben zu Ehe und Familie äußerte.

"Ich wünschte, ich hätte Tausende Leute vor der Kirchentür schreien: 'Wir wollen Kommunion! Wir wollen wieder in die Kirche!' Ich wünschte, die machten das, aber das tun sie nicht."

Hier thront ein Bischof in der Bischofskirche auf seinem goldenen Bischofsstuhl und wartet darauf, dass die Menschen zu ihm kommen. Doch die Menschen sind nicht da, sie sind an den Rändern, draußen, in der Welt. Da gehört die Kirche hin, den päpstlichen Marschbefehl  hören wir nun seit drei Jahren. Wann machen sich auch die Bischöfe auf den Weg?

6.4.16 10:20, kommentieren

Mehr Christentum?

Um "Junge Freiheit"-Autor und Theologieprofessor Wolfgang Ockenfels war es lange Zeit ruhig geworden. Nun aber war es wohl mal wieder Zeit für einen islamophoben Kommentar auf kath.net. Dass er darin die "Karl May"-Romane als Quelle seines Islambildes nennt, ist schon ein bisschen zum Schmunzeln.
 
Diese gnadenlose Offenheit behält er auf beeindruckende Weise auch im weiteren Verlauf seines Kommentares durch. Die von Angela Merkel als alternativlos bezeichnete Flüchtlingspolitik mit ihren "politisch-theologischen Beschwörungen von Nächstenliebe und Barmherzigkeit, von Grenzenlosigkeit und Völkerversöhnung in der 'einen Welt'“  sieht der Dominikanerpater als gescheitert und lobt die Alternative: Die für Deutschland und die, die die anderen europäischen Länder gehen. Islamophobe vereinigt euch!

Und mit ebendieser Politik hätten auch die christlichen Parteien ihr C wieder verdient. Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Völkerversöhnung sollten da also möglichst keine Rolle spielen. Halleluja!

6.4.16 14:53, kommentieren

Kommt doch mal zum Punkt

Ich gebe es zu, ich habe Amoris Laetitia, das päpstliche Schreiben zu Ehe und Familie, noch nicht vollständig gelesen. Die "wesentlichen" und diskusionswürdigen Kapitel schon, viele Kommentare und Meinungen dazu auch. Das Bild, das sich mir zeigt, möchte ich kurz erläutern, es ist eines von vielen.

Aus meiner Sicht hat sich Papst Franziskus bis an die Schmerzgrenze des Erträglichen begeben, um ja niemandem vor den Kopf zu stoßen, sodass dieser sich abwenden könnte. Ein Dokument, das alle mitnehmen will, Progressive wie Konservative, Liberale wie Fundamentalisten, Dogmatiker wie Seelsorger, Männer, Frauen.

Und vielleicht sind wir damit schon an dem diskusiionswürdigsten und kritischsten Punkt des Schreibens, weil er ein grundlegendes Problem offenbart. Einheit. Das große Bild von dem einen Leib mit all seinen Gliedern, die eine Gemeinschaft mit all ihren Charismen, ein biblisches Motiv. Der eine Leib der Kirche, den jede Amputation schmerzt, weil sie Gott selbst, Christus schmerzt. Das will Franziskus verhindern. Alle müssen mit.

Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob dieses Kriterium, die Einheit, die allgemeine Gültigkeit, das große "Integrieren" des Papstes nicht ein Problem ist, weil es vielleicht andere Kriterien gibt, die wichtiger und wesentlicher sind? Könnte es gar sein, dass das Bild der Einheit nicht nur überstrapaziert wird, sondern zutiefst unbiblisch ist, wenn man einmal von seiner Bedeutung für das Verständnis der Taufe absieht und einen Blick auf die urchristlichen Gemeindekonstellationen wirft?

Ja, alle Christen werden durch die Taufe in den Leib Christi eingefügt, alle Getauften haben Christus angezogen, wie Paulus es ausdrückt (Gal 3,28ff). Doch die judenchristlichen Gemeinden unterscheiden sich dramatisch von den heidenchristlichen, die palästinensichen von den syrischen, die thessalonische von der korinthischen, die paulinischen von den matthäischen etc. Die Evangelien selbst sind bei weitem nicht einheitlich, sondern widersprechen sich sogar in wesentlichen Aussagen, die paulinische und johanneische Eschatologie hatte ich in einem der vorhergehenden Texte schon als Beispiel erwähnt (vgl. hier).

Die Evangelisten verfolgen durchaus unterschiedliche Theologien, Lukas sagt zu Beginn seines Evangeliums, dass er mit den Vorgängerversionen völlig unzufrieden ist. Sie sind in unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Ländern und unterschiedlichen Kulturen entstanden. Das, was wirklich einheitlich ist, ist im Grunde sehr wenig. Warum aber sind wir so besessen von der Ausweitung der Einheitlichkeit? Warum bewerten wir die verschiedenen Ausprägungen und Konfessionen nicht positiv? Warum muss alles einheitlich sein?

Mich interessiert kein einheitliches "Evangelium der Familie", das gibt es nämlich nicht. Jesus war beileibe kein Familienmensch, selbst für seine eigene wählt er oftmals nicht die freundlichsten Worte (Mt 12, 48f). Mich interessiert das Evangelium. Von hier aus kann ich mir dann Gedanken machen, was dieses Evangelium für die Familie, für mein Leben, für die Kirche bedeuten kann. Mit anderen Worten: Bevor ich über Gott und die Welt philosophiere und mir Gedanken mache, was Jesus wohl zu diesem und jenem aktuellen Problem gesagt hätte, muss ich wissen, was Jesus denn nun überhaupt gesagt hat, Wesentliches gesagt hat. Was bedeutet Evangelium, was sagt es aus?

Diese Frage lässt sich allerdings aufgrund der oben erwähnten Uneinheitlichkeit der Quellen nur exegetisch klären. Das allerdings ist nicht unbedingt die große Stärke des Papstes und seines Dokumentes. Es fängt schon damit an, dass die deuteropaulinischen Bücher einfach dem Apostel zugeschrieben werden, etwas, was jedem Erstsemester im Theologiestudium schon aufstoßen würde, weil die Theologien sich teilweise widersprechen. Dieses grundsätzliche Problem lehramtlicher Schreiben haben viele Theologen schon thematisiert. Gerd Häfner ist einer, den auch ich in diesem Kontext schon zitierte (vgl. hier).

Warum ist das so? Ich vermute, weil man nur so die Einheit auch in Bezug auf lehramtliche Aussagen der vergnagenen Jahrhunderte erreichen kann: Harmonisierung. Das höchste Ziel der Einheitlichkeit und Konsistenz wird über jede Erkenntnis gestellt und verhindert so einen Fortschritt in der zeitgemäßen Übersetzung des Evangeliums. Irgendwie muss der Papst also auch Humanae Vitae und alle anderen Aussagen früherer Päpste zu Fragen der Familie integrieren und harmonisieren. Eine unmögliche Aufgabe, die ein 300-seitiges Werk gebiert, das die Inkonsistenz und die unterschiedlichen Handschriften und Sichtweisen trotzdem nicht verbergen kann.
 
Da, wo Papst Franziskus vorkommt, finde ich es übrigens genial! Da taucht nicht historisches Lehramt und Philosophie, sondern Evangelium auf. Aber so wie Worte Jesu nicht in jedem Vers des NT vorkommen, so kommt Franziskus eben auch nicht in jeder Zeile dieses Dokumentes vor. Aber zu viele Köche verderben oftmals den Brei.

Doch dieses Problem ist beileibe kein Problem Franziskus, es ist ein katholisches. Blickt man in die Kommentare, die einzelne Bischöfe zum päpstlichen Schreiben verfasst haben, trifft man auf das gleiche Phänomen. Sich selbst bestätigende katholische Worthülsen aus lehramtlichen Äußerungen, wo man nur hinschaut. Evangelium ist irgendwie alles, was das Lehramt in Jahrhunderten so von sich gegeben hat. Das Evangelium selbst, den Kern erfährt der Leser gar nicht mehr. Meiner Meinung nach ein Problem, das auch ein Stück weit die Situation der Kirchen in Europa erklärt. Worte, Bilder und Vorstellungen, mit denen der moderne Mensch wirklich auch gar nichts mehr anfangen kann, dominieren die Sprache unserer Hirten.

Ein Beispiel: Bischof Oster kommentiert das päpstliche Schrieben auf kath.net:

"Jesus hat auch das Gesetz des Alten Bundes nicht aufgehoben, aber er hat es mit seinem ganzen Leben und seiner ganzen Existenz erfüllt. Und die Erfüllung war eben sein Weg der Ganzhingabe, der Weg ans Kreuz, der Durchgang durch das Leiden und den Tod hinein in das Licht der Auferstehung. Er selbst ist in Person die Versöhnung von Wahrheit und Liebe als Barmherzigkeit. Er selbst konnte ungeheuer streng und unerbittlich sein – gegen die Heuchler, gegen die Pharisäer, gegen jede Art von ungerechtem Zorn, gegen das unreine Herz, das eine Frau auch nur lüstern ansieht, gegen alle, die nicht bereit sind zur Umkehr und andere Menschen und Situationen. Und zugleich war er ein Abgrund an Liebe, Barmherzigkeit und persönlicher Hingabe, das Lamm Gottes, das für die Seinen zum Schlachten geführt wird, um sie von ihren Sünden und ihrer Herzensverhärtung zu heilen, das Lamm, das seinen Mund nicht auftut, sich nicht wehrt, sich kreuzigen lässt für die, die er liebt, ganz besonders für seine Freunde, aber auch für seine Mörder!"

Jesus hat das Gesetz nicht erfüllt, er hat es massiv kritisiert, sich selbst darüber gestellt. Jesus ist über das Gesetz hinweggegangen. Gerade die Ehescheidung, die ja ein besonders schwieriges Thema der beiden Synoden war, die zu dem päpstlichen Schrieben geführt haben, ist da ein bezeichnendes Beispiel. So war es dem jüdischen Mann ausdrücklich per Toragesetz erlaubt, seiner Frau einen Scheidebrief auszustellen! Jesus setzt dieses Gesetz des Mose außer Kraft, er erfüllt es nicht, es hat keine Bedeutung für ihn, er schafft es ab. Sabbatgesetze, Reinheitsgesetze, sie interessieren ihn nicht, ihn interessiert das Heil der Menschen. Nur deshalb kann der Apostel Paulus sagen, dass die Übertretungen erst durch das Gesetz erzeugt werden. Ohne Gesetz gibt es keine Übertretung. Dieser Gedanke gipfelt in der Aussage, dass das Gesetz nicht rettet, nicht heilt und nicht von Gott kommt. Hier sind wir mitten im Evangelium, denn retten tut nur der Glaube an den Herrn. Und der kommt vor jeder Umkehr zuerst einmal zu uns und bietet Heil an, Reich Gottes. Deshalb weiß Paulus im Galaterbrief zu sagen:

"Alle aber, die nach dem Gesetz leben, stehen unter dem Fluch. Denn in der Schrift heißt es: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was zu tun das Buch des Gesetzes vorschreibt. Daß durch das Gesetz niemand vor Gott gerecht wird, ist offenkundig; denn: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Das Gesetz aber hat nichts mit dem Glauben zu tun, sondern es gilt: Wer die Gebote erfüllt, wird durch sie leben. Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht in der Schrift: Verflucht ist jeder, der am Pfahl hängt. Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Heiden durch ihn der Segen Abrahams zuteil wird und wir so aufgrund des Glaubens den verheißenen Geist empfangen. [...] Warum gibt es dann das Gesetz? Wegen der Übertretungen wurde es hinzugefügt, bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung gilt. Es wurde durch Engel erlassen und durch einen Mittler bekanntgegeben. Einen Mittler gibt es jedoch nicht, wo nur einer handelt; Gott aber ist «der Eine»."


Und  auch bei seiner Deutung der Bergpredigt muss man Bischof Oster widersprechen. Jesus kritisiert nicht denjenigen, der eine Frau auch nur lüsternd anschaut, das wäre Kinderexegese, er kritisiert diejenigen, die sich als Unfehlbare, Reine und Unbefleckte darstellen und glauben, über anderen Menschen zu stehen, sich anmaßen Menschen verurteilen zu können. Doch Jesus macht ihnen in der Bergpredigt klar, dass sie alle die Gnade Gottes, sein Amnestieangebot, das Reich Gottes brauchen. Wir sind alle Sünder, ein Satz, den der Papst nicht aufhört zu wiederholen. Auf uns alle geht Jesus zu und lebt uns die heilende Gnade Gottes vor und bietet sie uns an. Können wir umkehren und von da an ohne weitere Schuld und Sünde leben, Herr Bischof? Nein, würde man die Bergpredigt so naiv auslegen, müssten wir alle blind und ohne Arme durch die Weltgeschichte laufen. Wir brauchen die Gnade Gottes. Immer, auch nach  jeder Umkehr, immer wieder. Jesus kritisiert die Gestzeslehrer, die Besserwisser und selbstgerechten Heiligen, die glauben andere zu überragen. Die bringt er in der Bergpredigt auf den Boden der Tatsachen zurück. Hast du nie lüsternde Gedanken, nimmst du dir niemals etwas, was dir nicht gehört, denkst du nie daran, ewtas Böses zu tun? Wer kann das schon verneinen? Niemand!

Jetzt höre ich schon das böse Wort Relativismus, das alle Fans von Papst Benedikt in diesem Kontext im Munde führen. Aber ist es kein Relativismus, wenn der Weinbergbesitzer alle Tagelöhner gleich bezahlt, auch die, die erst kurz arbeiten (Mt 20ff)? Ist das kein Relativismus, wenn Jesus gerade zu denen geht, die die größten Sünder sind? Ihnen einfach alles vergibt, sie nicht verurteilt? Ohne die Schwere der Taten zu unterscheiden? Das Gesetz, das unterscheidet, interessiert ihn nicht.

Noch einmal der Apostel Paulus, der erklärt, dass das Gesetz verstümmelt, bestraft und knebelt. Doch das ist nicht die Botschaft Jesu! Das ist nicht Evangelium. Seine Botschaft lautet: Ich bin bei euch und helfe euch, ohne Verurteilungen. Vertraue mir und du wirst gesund, heil, Mensch. Dann wirst du nicht perfekt sein, Petrus beweist das immer wieder, aber du wirst ein besserer Mensch.

Dass Oster im Kontext der Ehescheidungsproblematik ausgerechnet auf die Bergpredigt des Mätthäus rekurriert, ist auch erstaunlich. Kennt Matthäus doch einen Fall, der die Scheidung gerade erlaubt, die Unzucht der Frau, etwas, was Jesus kategorisch ablehnt, weil er die völlig rechtslosen und dem Mann ausgelieferten Frauen vor männlicher Willkür schützen will. Ein schönes Beispiel dafür, wie die Evangelisten die radikale Botschaft des Herrn beginnen zu harmonisieren und zu verharmlosen. Und ein schönes Beispiel, dass sich der Männerclub im Vatikan einmal genauer durch den Kopf gehen lassen sollten, bevor sie über Frauen und Familien befinden. Jesus geht es um Verantwortung, der Stärkere hat sich um den Schwächeren zu kümmern, ihn aufzurichten, so wie er selbst die Kranken und Armen aufrichtete. Reich Gottes schafft.

Deshalb muss man Theologie betreiben, Exegese betreiben, wenn man wirklich ernsthalft an das Evangelium gelangen möchte, dieses verkünden will. Mit auswendig gelernten Sätzen aus vergangenen Tagen ist Verkündigung nicht möglich, da kann man zurecht nur laufen gehen. Das muss man dem Papst und Bischof Oster entgegenen. Lasst eure Sprechruinen stecken und verkündet das Evangelium ohne den ganzen historischen und lehramtlichen Ballast vergangener Tage. Zurecht wird seit dem Zweiten Vatikanum kaum noch dogmatisiert, es schadet mehr als es nützt. Es knebelt die Kirche und ihre Verkündigung. Von diesen Knebeln will uns das Evangelium doch gerade befreien. Auch Kirchen-Gesetze retten nicht, nur der Glaube an den Herrn, der in die Gottes- und Nächstenliebe mündet, weil Gott mir meine Schuld nicht anrechnet und mich rechtfertigt und in Freiheit setzt, dieser Glaube rettet mich. Mit dieser Verantwortung versuche ich umzugehen und ich weiß, ich werde auch scheitern, aber Jesus hilft mir wieder auf, immer wieder.

Dass Franziskus Verkündigung kann, bewies er übrigens erst vor Kurzem, als er das Evangelium einigen Jugendlichen auslegte. Wer keine Lust auf 300 Seiten hat und nur Franziskus will, der kann hier klicken.

14.4.16 18:19, kommentieren

12 zu 0 für Papst Franziskus

Da fällt man auf rechten und rechtskatholischen Portalen über den Papst her, der 12 Flüchtlinge von Lesbos mit in den Vatikan genommen hat. Die Verlinkung erspare ich mir.

Man könnte lange über die Anzahl der Flüchtlinge streiten, ob der Vatikan hier nicht noch mehr hätte leisten könnte. Entscheidend ist wohl, dass Franziskus den katholischen Osteuropäern mit dieser Symbolhandlung einen Denkzettel verpasst Diese nehmen nämlich KEINEN Flüchtling auf. 12 zu 0 für Franziskus gegen Polen, Ungarn und die Slowakai. Seltsamerweise kritisieren die rechtskatholischen Schreihälse diese unchristliche Verweigerungshaltung nicht. Und von den dortigen Bischofskonferenzen hört man auch nichts.

2 Kommentare 18.4.16 22:34, kommentieren

Keine Alternative für Christen

Kardinal Woelki bringt es auf den Punkt! Nicht die Muslime in Deutschland sind eine Bedrohung für unseren Verfassungsstaat, sondern angebliche Alternativen, die eine "ganze Religion, ja, eine der großen Weltreligionen" an den "Pranger" stellen. Ob sich rechte Vorzeigechristen vom Schlage einer Frau von Storch davon beeindrucken lassen, ist allerdings anzuzweifeln. Zu tief sitzt die Islamophobie!

24.4.16 14:28, kommentieren