Balken und Splitter

Tragendes und Beladenes, Witziges und Spitzes; bohrende Gedanken zur Lehre eines Zimmermanns
 
 

Von klerikalen Gruppen an den Rand gedrängt?

Seit 2013 hören wir von Papst Franziskus in einer Dauerschleife, dass die Kirche an die Ränder gehen müsse, zu den Ausgestoßenen, den Armen, den Verwundeten. Eine schmutzige, verbeulte Kirche sei besser als eine verschlossene und bequeme Kirche der Selbstsicherheit. Jetzt beweist Kardinal Müller auf beeindruckende Weise, dass er ihm offensichtlich nicht zugehört hat. Das papstkritische Portal kath.net fasst Müllers Ausführungen aus dem Vorwort eines neuen Papstversteher-Buches wie folgt zusammen:

Nach Ansicht des deutschen Kardinals sei es Papst Franziskus in „Amoris laetitia“ viel mehr um pastorale Initiativen gegangen, mit denen bestehende Ehen gestärkt und ihr Scheitern verhindert werden könnten, als um die pastorale Sorge für zerbrochene Ehen. Aus Sicht der Neuevangelisierung sei es wichtiger, alle Getauften an Sonntagen und gebotenen Feiertagen zum Besuch einer heilige Messe zu bewegen als die Frage zu klären, ob es möglich sei, dass eine zahlenmäßig begrenzte Gruppe von „Katholiken mit ungewisser Ehesituation“ rechtmäßig die Kommunion empfangen können, schreibt er.

Noch vorgestern predigte der Papst in der Frühmesse:

Anders Jesus. Von ihm berichtet das Evangelium an einer anderen Stelle, dass er „innerlich bewegt“ gewesen sei. „Darum war Jesus immer an der Seite dieser Menschen, die die klerikale Gruppe an den Rand gedrängt hatte, an der Seite der Armen, der Kranken, der Sünder, der Aussätzigen. Er war bei ihnen, weil er diese Fähigkeit hatte, sich von der Krankheit der anderen innerlich anrühren zu lassen – er war ein guter Hirte! Ein guter Hirte, der sich den anderen nähert und der zur Empathie imstande ist. Ein guter Hirte darf sich nicht des Fleisches schämen. Er darf sich nicht schämen, das verwundete Fleisch zu berühren, so wie es Jesus mit dieser Frau getan hat: Er rührte sie an, legte ihr die Hände auf, er berührte die Aussätzigen und die Sünder.“

1.11.17 10:52

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