Balken und Splitter

Tragendes und Beladenes, Witziges und Spitzes; bohrende Gedanken zur Lehre eines Zimmermanns
 
 

Falsche Propheten

kath.nets Vatikankorrespondent Armin Schwibach erinnert in einem aktuellen Beitrag an die "Regensburger Rede" Benedikt XVI, die damals für einige Aufregung in der Welt sorgte, weil er ein Zitat benutzte, in dem ein byzantinischer Kaiser dem Islam Inhumanität und Schlechtigkeit vorwarf. Ziel der Rede Benedikts war es aufzuzeigen, dass es Gottes Willen zuwider läuft, unvernünftig zu handeln. Religion und Vernunft, das große Thema des emeritierten Papstes.

Ob das, was Schwibach in seinem Beitrag macht, so vernünftig ist, wage ich zu bezweifeln. Ohne jeden Anschluss an die Rede Benedikts disqualifiziert er den Islam als "Religion der Eroberung", die mit dem christlichen Abendland unvereinbar ist. Terrorismus sei "fest verankert in der islamischen Kultur" und "Ausdruck eines religiösen Lebensstils". Der Islam sei "keine Religion des Friedens". 

Wie zuvor die Zitate aus der "Regensburger Rede" werden diese Aussagen teilweise in Anführungszeichen gesetzt. Schwibach missbraucht hier Benedikt XVI für seine eigene Islamphobie, ein wahrhaft unredliches Verfahren. Es wäre spannend zu erfahren, was Benedikt zu diesen Ausführungen sagen würde...

9.8.16 09:47

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