Balken und Splitter

Tragendes und Beladenes, Witziges und Spitzes; bohrende Gedanken zur Lehre eines Zimmermanns
 
 

Weihnachten

Selbständige Kleinunternehmer gegen Flüchtlinge

Es wäre schon fast lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Kurz vor Weihnachten wurde in rechtsextremen (PI, Pro-Bewegung, Junge Freiheit, etc.) und rechtskatholischen Kreisen (z.B. hier) darauf hingewiesen, dass Jesus kein Flüchtling bzw. Asylant war. Die Nähe zwischen dem Gottessohn und den Millionen flüchtender Menschen weltweit scheint bei diesen Leuten ein Unbehagen auszulösen, das es auszumerzen gilt. So fürchteten sie wohl zurecht die vielen weihnachtlichen Predigten der "linken Gutmenschen-Priester", die diesen Kontext einfach dreist behaupten würden. Gott wird Mensch und er wird verfolgt, bis ans Kreuz.

Jetzt kann man über den historischen Wert der beiden Weihnachtsevangelien trefflich streiten, doch gerade die Tradifraktion ist eigentlich stets empört, wenn Theologen die Geschichtlichkeit der beiden bunten Erzählungen infrage stellen (vgl. hier). Doch jetzt plötzlich passt die vor dem jüdischen Machthaber füchtende Familie gerade nicht so recht in die konservative Weltsicht, Flüchtlinge will man nicht und das muss auch christlich und biblisch zu begründen sein. Also geht man an die Texte ran, um zu zeigen, dass Jesus eben kein Flüchtling war. Wäre er einer, stünde man wohl vor einem riesigen Dilemma, und das will die rechtsdrehende Kultur absolut nicht. Und so geht politische Haltung vor Evangelium. Besonders peinlich sind in diesem Zusammenhang auch die Länder, die als stramm katholisch gelten. Über die polnische katholische Kirche kann man nur noch fassungslos den Kopf schüttel. Johannes Paul II würde aus dem Rollen im Sarg gar nicht mehr herauskommen.

Ein besonders lustiger Beitrag gelingt Alexander Kissler. Jenseits jedweder wissenschaftlichen Fundendierung macht er Josef kurzerhand zum selbständigen Handwerker. Wie viele Eselkarrengespanne mag der Kleinunternehmer aus der Metropole Nazareth wohl betrieben haben? Kissler biegt sich die biblische Absicherung seines kleinbürgerlichen Weltbildes passgenau hin. Ein armer Jesus, weiß er zu berichten, gehört ins Reich der Legenden. Und dort trfft er dann Kisslers Kleinunternehmer-Familie endlich wieder, der Glückliche...

Aber letztendlich ist dieser exegetische Amok nötig, damit gegen Menschen polemisiert werden kann, die sich für Flüchtlinge einsetzen. In Anlehnung an Chesterton, der den Hochmut als Quelle allen Übels diagnostizierte, legt Kissler dann auch richtig los:

"In diesem Sinn werden die verbliebenen 28 Prozent an Weihnachten zahllose Predigten einer sehr satten und sehr stolzen Kirche hören. Es ist ein Stolz, der im Gewand der Demut daherkommt und keinen Raum lässt für Zweifel, für Nachfragen, keinen Raum für das heilige Spiel und den missionarischen Imperativ. Seht her, wird es zwischen Trompetenklang und Weihrauchduft heißen, seht her, wie sehr wir doch auf dem richtigen Pfad sind, wie geschlossen wir der richtigen Politik applaudieren, wie wunderbar wir in diese Welt hinein passen. Vielleicht ist der Letzte, der das Licht bald ausmacht, schon geboren."

Und tatsächlich, so lange Menschen ertrinken, erfrieren und zerbombt werden, bin ich froh um jeden der hilft, anstatt sich an heiligen Spielchen zu erfreuen. Nichts anderes hat Jesus getan, als er Reich Gottes und eben nicht das Reich der formenschönen Spielchen schuf; trösten, speisen, heilen. Für bunte lateinische Messen ist dann später noch Zeit. Und Kissler kann  ja in der Zwischenzeit schon einmal das Licht anmachen, er hat ja nichts zu tun, auf dem falschen Pfad.

2 Kommentare 28.12.15 15:25, kommentieren

Sind Künstler die besseren Prediger?

Ein EDEKA-Werbespot auf Youtube erregt die Gemüter im Land. Der weihnachtliche Besuch eines einsamen alten Mannes wird von dessen großer Familie alljährlich auf das kommende Weihnachtsfest verschoben. Immer wieder sitzt er alleine neben dem Tannenbaum an einer großen, leeren Tafel. Doch dann handelt er und verschickt die eigene Todesanzeige, was zur Folge hat, dass die gesamte Familie pünktlich zum anstehenden Weihnachtsfest erscheint und überglücklich mit dem lebenden Opa feiert.
 
Das Land fragt sich nun: Darf man das? Darf man einen solchen Werbespot drehen, auf die Tränendrüse drücken und so mit den Gefühlen der Menschen spielen, um für eine Supermarktkette zu werben?

Was mich an der ganzen Diskussion stört, ist nicht der Werbespot. Den finde ich ziemlich genial. Werbung ist doch schon lange von Produkten losgelöst und zu einer Art Kunst geworden. Die Macher sind wahre Profis in ihrem Geschäft, Künstler eben. Ob EDEKA nun einen  Kunden mehr bekommt, wage ich nicht zu prognostizieren, ich gehe da jedenfalls nach wie vor nicht einkaufen, finde es aber super, dass Wirtschaftsunternehmen solche Kunstwerke in Auftrag geben.

Nein, was mich wirklich stört ist, was in all den positiven wie negativen Kritiken deutlich wird: Von Weihnachten und dem Christentum haben die meisten Schreiber keine Ahnung, mehr als ein heimeliges Familienfest scheint Weihnachten für all jene nicht zu sein. Wie traurig.

Der Spot ist da um Lichtjahre weiter, bewusst oder unbewusst, das ist bei Kunstwerken halt so. Wenn Weihnachten der Menschwerdung Gottes gedenkt, der sich in Jesus Christus erniedrigt hat, um den Menschen das Reich Gottes zu schenken, dann bedeutet das, dass er auch alles menschliche Leid, alle positiven wie negativen menschlichen Erfahrungen mit uns teilt. Und die schrecklichsten lässt dieser Gott nicht aus: Flucht, Verfolgung, Folter, Schmerz, Leid und Tod. Das Folterinstrument Kreuz ist deshalb zu dem wichtigsten christlichen Symbol geworden, das schwarze Kreuz fehlt auch in der Todesanzeige des Werbespottes nicht...

Doch die Liebe Gottes ist stärker als der Tod. Der Totgeglaubte lebt, er feiert mit seiner Familie. Und in seinem Reich fehlt es uns an nichts, alles ist in Fülle vorhanden. Das Kreuz gehört zu Weihnachten und ohne Ostern hat Weihnachten keine Bedeutung. Wie hätte Papa uns denn sonst alle zusammenbringen können? Danke EDEKA, für diesen wunderbaren Weihnachtsspot!

2 Kommentare 2.12.15 11:37, kommentieren

Muslimische Weihnachtslieder im Koran

Und gedenke auch im Buche der Maria. Da sie sich von ihren Angehörigen an einen Ort gen Osten zurückzog. Und sich vor ihnen verschleierte, da sandten wir unsern Geist zu ihr, und er erschien ihr als vollkommener Mann.

Sie sprach: "Siehe, ich nehme meine Zuflucht vor dir zum Erbarmer, so du ihn fürchtest."

Er sprach: "Ich bin nur ein Gesandter von deinem Herrn, um dir einen reinen Knaben zu bescheren."

Sie sprach: "Woher soll mir ein Knabe werden, wo mich kein Mann berührt hat und ich keine Dirne bin!"

Er sprach: "Also sei's! Gesprochen hat dein Herr: "Das ist mir ein Leichtes"; und wir wollen ihn zu einem Zeichen für die Menschen machen und einer Barmherzigkeit von uns. Und es ist eine beschlossene Sache."

Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück. Und es überkamen sie die Wehen an dem Stamm einer Palme.

Sie sprach: "O dass ich doch zuvor gestorben und vergessen und verschollen wäre!"

Und es rief jemand unter ihr: "Bekümmere dich nicht; dein Herr hat unter dir ein Bächlein fließen lassen; Und schüttele nur den Stamm des Palmbaums zu dir, so werden frische reife Datteln auf dich fallen. So iss und trink und sei kühlen Auges, und so du einen Menschen siehst, so sprich: "Siehe, ich habe dem Erbarmer ein Fasten gelobt; nimmer spreche ich deshalb heute zu irgend jemand."

Und sie brachte ihn zu ihrem Volk, ihn tragend. Sie sprachen: "O Maria, fürwahr, du hast ein sonderbares Ding getan! O Schwester Aarons, dein Vater war kein Bösewicht und deine Mutter keine Hure."

Und sie deutete auf ihn. Sie sprachen: "Wie sollen wir mit ihm, einem Kind in der Wiege, reden?"

Er sprach: "Siehe, ich bin Gottes Diener. Gegeben hat er mir das Buch, und er machte mich zum Propheten. Und er machte mich gesegnet, wo immer ich bin, und befahl mir Gebet und Almosen, solange ich lebe, und Liebe zu meiner Mutter; und nicht machte er mich hoffärtig und unselig. Und Frieden auf den Tag meiner Geburt und den Tag, da ich sterbe, und den Tag, da ich erweckt werde zum Leben!"

Dies ist Jesus, der Sohn der Maria - das Wort der Wahrheit, das sie bezweifeln.

9 Kommentare 23.12.14 22:24, kommentieren

Von gläubigen Fakten und historischem Glauben

Autsch, da fühlt sich aber jemand so richtig auf den Fuß getreten. In einer ausführlichen Replik (hier) kontert der Historiker Michael Hesemann die Kritik Gerd Häfners (hier) an dessen Beweisführung in Sachen Jungfrauengeburt und zu den Fakten der Weihnachtsgeschichten. Dazu habe ich bereits früher Stellung bezogen (hier). Dem ist im Grunde auch auf der Grundlage der aktuellen Ausführungen Hesemanns nichts hinzuzufügen.

Schon zu Beginn seiner Darlegung wundert man sich nämlich über Hesemanns Selbstverständnis als Historiker. So wirft er dem Neutestamentler im Grunde indirekt vor, dass er historisch arbeitet, wohingegen er sein eigenes Arbeiten als Historiker mit der Lehre der Kirche in Verbindung bringt.

„Es ist zumindest originell, wenn ein Theologe einem Historiker vorschreiben will, wie er Geschichte zu schreiben hat. […] Tragisch aber wird es, wenn ein Historiker einen katholischen Theologen daran erinnern muss, was die Kirche lehrt.“

Wie schon in meinem ersten Beitrag zu Hesemanns parawissenschaftlichem Ansatz möchte ich mit den sehr ausgewogenen Worten des Neutestamentlers Thomas Söding enden, der die Problematik präzise auf den Punkt bringt, indem er zwischen der Unmöglichkeit einer historischen Beweisführung und der Möglichkeit einer gläubigen Annahme vermittelt. Damit ist im Übrigen der Versuch Hesemanns, Benedikt XVI auf seine Seite gegen eine historisch-kritische Exegese zu ziehen, deutlich infrage gestellt.

„Wenn aber die Jungfrauengeburt ein Ereignis“ gewesen ist, wie der Papst [Benedikt XVI] betont, dann – wie die Auferstehung Jesu von den Toten – in dem Sinn, dass die Grenzen von Raum und Zeit definitiv überschritten worden sind. Dann ist aber eine historische Beweisführung prinzipiell unmöglich. Sie kann immer nur das Außen, nie das Innen erreichen. Dass es keine natürliche Erklärung gibt, sagt ja schon Maria: „Wie kann das geschehen, da ich keinen Mann erkenne“(Lk 1,34). Umgekehrt folgt aus der Tatsache, dass die Biologie eine Parthenogenese nur als Kuriosität im Tierreich kennt, keine Widerlegung der Weihnachtsgeschichte. Deshalb hebt der Papst zu Recht auf den Glauben ab.“

4 Kommentare 31.1.14 11:00, kommentieren

Gedicht eines Schülers

Geruhsame Weihnacht

 

Das Auto ist gewaschen

es funkelt wie tausend Sterne

 

Die Gans ist kross, das Bier gekühlt

die Gaben stehen bereit

 

Alle Geschenke liegen unter dem Baum

die Freude ist groß

 

Der Tannenbaum ist geschmückt

die ersten Nadeln fallen

 

Dem Kind in der Krippe

huldigen Rasierer und Pralinen

 

Träge und satt fallen benebelte Köpfe

in einen unruhigen Schlaf.

1 Kommentar 24.12.13 14:16, kommentieren

Von der Selbstdemontage eines Parawissenschaftlers

Schon sei Tagen erregt die ZDF-Sendung „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ auf kath.net die Gemüter (hier und hier). Nun weiß ich nicht, ob in der Dokumentation wirklich von einem Faktencheck die Rede war, so wie die Kritiker behaupten. Ersichtlich wird aus der Kritik aber, dass man sich in der Sendung wohl auf Ergebnisse der historisch-kritischen Methode bezog. Die aber ist nach Michael Hesemann „längst durch viele historische Fakten und archäologische Funde widerlegt worden.“  Das ist mir neu! Und ich wusste auch gar nicht, dass DIE historisch-kritische Methode als systematisches Verfahren zur Gewinnung von Erkenntnissen, als Methode eben, widerlegbar ist?!

Scheinbar will Hesemann die Wissenschaft durch die Parawissenschaft ersetzen. Seine Kritik an der ZDF-Sendung führt sich allerdings ad absurdum, indem er den ZDF-Fakten nun die eigenen Fakten entgegengesetzt. So weiß Hesemann zu berichten, dass die schwangere Maria „13 Jahre“ alt war und zudem eine „fromme Jüdin aus bestem Hause“. „Fakt ist nur, dass Jesus in einer Stallhöhle geboren wurde“, weiß Hesemann weiter zu berichten. Zudem seien die Magier aus dem Morgenland „persische Priester“ gewesen. „Ihr Prophet, Zarathustra, hatte die Geburt des Heilsbringers Saoschyant vorhergesagt.“ Und Fakt sei zudem, dass „Jesus eindeutig aus dem Hause Davids stammte“. Alles in allem meint Hesemann „beweisen“ zu können, „dass die Evangelisten wahrheitsgemäß berichteten.“

Nun sind die Evangelien keine Geschichtsbücher oder historische Berichte im eigentlichen Sinne, sondern vor allem Glaubenszeugnisse, die sich jedoch auf historische Ereignisse beziehen. Deshalb macht es Sinn, sie mit totgesagten wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, um die historischen Fakten und geschichtlichen Entwicklungen nachvollziehen zu können. Wichtig ist dabei aber die Trennung zwischen historischen und theologischen Aussagen. Erstere können wissenschaftlich ergründet werden, zweitere können im Glauben angenommen werden.

Wendet man die historisch-kritische Methode auf die beiden biblischen Weihnachtsgeschichten an, so ergeben sich einige Probleme. Schon die bei Lukas und Matthäus angeführten Stammbäume stellen den Leser vor mancherlei Schwierigkeiten, sind sie doch im wahrsten Sinne gegenläufig. Führt der Stammbaum des Matthäus von Abraham bis Jesus, so führt der des Lukas in umgekehrter Reihenfolge von Jesus bis Adam. Die Generationen von Adam bis Abraham bietet nur Lukas. Bringt man den beiden gemeinsamen Abschnitt von Abraham bis Jesus einmal in die gleiche Reihenfolge, so fällt auf, dass es so gut wie keine Übereinstimmungen gibt. Selbst Jesu Opa ist nicht identisch. Da braucht es dann wieder den Parawissenschaftler Hesemann, um hier eine historisch brauchbare Deutung zu liefern.

Und auch die Behauptung, die Stammbäume intendierten, die Abstammung Jesu aus dem Hause Davids zu beweisen, wird von einigen Wissenschaftlern eher kritisch gesehen, da der Stammbaum nach Josef zu Maria wechselt, der Davide Josef wird aber gerade nicht als Vater Jesu bezeichnet. Vielmehr scheinen die Stammbäume einen Abriss des Volkes Israel zu liefern, welches in Abraham wurzelt und in Jesus seinen Höhepunkt findet.

Die beiden Weihnachtsgeschichten erzählen durchaus unterschiedliche Geschichten, die aus verschiedenen Traditionen zu entstammen scheinen. So ist es auch ziemlich schwierig, die jeweiligen Zeitangaben des Geburtsjahres Jesu in eine schlüssige Theorie zu bringen. Herodes der Große stirbt 4 v.Chr., die Stadthalterschaft des Quirinius führt ins Jahr 6/7 n.Chr., ein Graben von 10 Jahren.

Fraglich ist auch, wie die Römer in Bethlehem eine Steuererhebung durchführen konnten, wenn dieser Ort damals doch zu Judäa gehörte und somit zum Königreich Herodes und eben nicht unter römischer Administration stand. Neben Lukas gibt es keine weitere historische Quelle, die von diesem Zensus weiß. Auch die Umsetzung, dass alle Menschen zu ihrem Geburtsort wandern mussten, halten viele Wissenschaftler für praktisch nicht durchführbar.

Es macht wenig Sinn, die Weihnachtsgeschichten mit aller Gewalt wissenschaftlich beweisen oder aber widerlegen zu wollen, dazu haben wir aus historischer Sicht einfach zu wenig Handhabbares zur Verfügung. Es bleiben auf beiden Seiten nur die Spekulationen und das Jonglieren mit Wahrscheinlichkeiten.

Der theologische Wert dieser Geschichten ist aber das Entscheidende: Gott hat sich selbst in die Welt hinein geboren. Und dies nicht in Pracht und königlicher Herrschaft, sondern in Armut und Schmutz. Aus diesem Kind erwächst ein Zimmermann, dessen Evangelium nach seiner Kreuzigung und der von vielen Zeugen berichteten Auferstehung in Blitzgeschwindigkeit die antike Welt erobert. Gibt es einen besseren Hinweis auf die göttliche Macht als diese historisch nachvollziehbare Entwicklung??

Thomas Söding bringt die Problematik um die Weihnachtsgeschichten am Beispiel der Jungfrauengeburt auf den Punkt:

„Wenn aber die Jungfrauengeburt ein Ereignis“ gewesen ist, wie der Papst betont, dann – wie die Auferstehung Jesu von den Toten – in dem Sinn, dass die Grenzen von Raum und Zeit definitiv überschritten worden sind. Dann ist aber eine historische Beweisführung prinzipiell unmöglich. Sie kann immer nur das Außen, nie das Innen erreichen. Dass es keine natürliche Erklärung gibt, sagt ja schon Maria: „Wie kann das geschehen, da ich keinen Mann erkenne“(Lk 1,34). Umgekehrt folgt aus der Tatsache, dass die Biologie eine Parthenogenese nur als Kuriosität im Tierreich kennt, keine Widerlegung der Weihnachtsgeschichte. Deshalb hebt der Papst zu Recht auf den Glauben ab.“

Manchmal drängt sich einem der Eindruck auf, dass sowohl den Beweisern wie den Widerlegern gleichsam der Glaube fehlt…

1 Kommentar 28.12.12 12:34, kommentieren

Weihnacht

 

Der klare Himmel, milliarden Sterne

ein eisiger Hauch weht in die Ferne

In der Dunkelheit, unter Giebeln und Dächern,

sitzen Menschen zusammen in ihren Gemächern

 

Im Kamin brennt das Feuer, wärmend und hell,

seine Kraft ist begrenzt, ein ungleiches Duell

Doch entflammt ein Traum aus dieser Glut

Seine unstillbare Sehnsucht spendet uns Mut

 

Der Schrei des Kindes erhellt die finst’re Nacht

In einem kleinen Wesen die göttliche Macht

Das unfassbare Wunder, nun ist es vollbracht

Gott ist uns nahe: Frohe Weihnacht!

 

1 Kommentar 23.12.12 09:01, kommentieren